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Mindelunden in Højerup

Die Geschichte des Gedenkorts Mindelunden bei Stevns Klint

Ein Rückblick auf die Geschichte hinter dem starken Nationalgefühl, das in der dänischen Bevölkerung nach dem Krieg von 1864 und dem Verlust der Herzogtümer Schleswig und Holstein – Lauenburg entstand.

Das gleiche starke Nationalgefühl war die Grundlage für die Gründung der Gesellschaft Højeruplund im Jahr 1910.

Hvad folk forbinder med Stevns Klint?

Ist das die Alte Kirche, die so weit auf der Klippe liegt, dass ein Teil von ihr 1928 abgestürzt ist?

Bilde den karakteristiske klippeformasjonen eller klippeprofilen med det harde bryozokalk øverst og det myke skrivekritt nederst?

Ist es vielleicht die dünne Schicht Fischblasenlehm, die die beiden Schichten aus Kalk- und Kreidemassen trennt. Die etwa 1 cm dicke, iridiumhaltige Schicht, die Geologen aus aller Welt interessiert?

Ist es das Gasthaus – Taverne – mit seiner einzigartigen Lage und wo man gut isst?

– Ja – die Gründe für einen Besuch des Ortes können vielfältig sein. Sicherlich sind es nur wenige, die heute die historische Perspektive und die starken nationalen Gefühle spüren, die hinter der Gründung der Gesellschaft Højeruplund und der Schaffung des Gedenkhains im Jahr 1910 standen.


Die Gründung der Gesellschaft Højeruplund

Die starken nationalen Gefühle führen uns zurück zum Streit um die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg.

Wir werden zum Verfassungskonflikt zwischen Dänemark und dem Deutschen Bund zurückgeführt.

1852 schloss Dänemark eine Vereinbarung mit Preußen und Österreich: Dänemark durfte Schleswig nicht eingliedern – Im Gegenzug durfte keine Verschmelzung zwischen Schleswig und Holstein stattfinden. Die dänische Monarchie sollte ein dreigliedriger Staat sein, bestehend aus den unabhängigen Elementen: Dänemark, Schleswig und Holstein-Lauenburg. Diese Monarchie wurde als Gesamtstaat bezeichnet.

Die dänischen Politiker verabschiedeten – trotz Bedenken – 1863 die Novemberverfassung. Die Novemberverfassung knüpfte Schleswig an Dänemark und spaltete Holstein – Lauenburg ab. Dänemark brach damit seine frühere Vereinbarung mit Preußen und Österreich und war somit auf Kollisionskurs. Die Dänen unterschätzten die außenpolitische Lage. Wir hatten Unterstützung für unsere Verfassungspolitik erwartet, doch als die Preußen zusammen mit den Österreichern am 1. Februar 1864 über die Eider gingen, waren wir völlig allein. Der Krieg und die Niederlage waren eine Katastrophe für Dänemark. Tausende waren die Verluste von toten und verwundeten Soldaten – umsonst.

Bei dem Frieden von Wien musste Dänemark Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen abtreten, und die Grenze wurde von der Elbe bei Hamburg zur Königsau bei Kolding verschoben, und Dänemark musste somit etwa 1/3 des Reiches an Preußen abtreten. Die dänische Volksseele erhielt eine Wunde, die viele Jahre zur Heilung brauchte.

Doch über die Demütigung und Scham erhob sich ein starkes Nationalbewusstsein in der Bevölkerung. Der Dichter H. P. Holst schrieb: Für jeden Verlust keine Entschädigung gefunden wird: Was nach außen verloren geht, das muss nach innen gewonnen werden. (Das Zitat wird oft fälschlicherweise Enrico Dalgas zugeschrieben). Es war kein Zufall, dass die Blütezeit der Malerei gerade zu dieser Zeit kam. Das Interesse an der Geschichte des Landes wurde ebenfalls geweckt – ein starkes Nationalgefühl ergriff das Land. Skamlingsbanken und Skibelund Krat waren nationale Festplätze, wo sich Tausende von Menschen zu nationalen und volkstümlichen Versammlungen trafen.

Auf Stevns begann alles bei einer Wahlveranstaltung in Spjellerup im Jahr 1910. Lars Jörgensen aus Skørpinge auf Stevns war ein national gesinnter Mann. Er ergriff das Wort und seine Rede war von seinen nationalen Ansichten geprägt. Er erhielt bei dieser Gelegenheit mehrere spöttische Bemerkungen von jüngeren Zuhörern. Das missfiel Lars Jörgensen und er sprach mit Frederik Scavenius aus Gjorslev, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, und sie waren anschließend über das mangelnde Nationalgefühl der Versammlung empört. Sie luden eine Reihe von Männern aus der Gegend zu einem Treffen in Gjorslev ein, mit dem Ziel, eine nationale Gesellschaft zu gründen. Frederik Scavenius' Vater schenkte der Gesellschaft den kleinen Hain bei Højerup Klint, die ihren Namen nach dem Hain erhielt. Das Einweihungsfest der Gesellschaft Højeruplund im Jahr 1911 versammelte etwa 1000 Menschen.

In den folgenden Jahren versammelten sich Tausende von Menschen zu nationalen und volkstümlichen Treffen – Constitution Meetings in Højeruplund waren besonders gut besucht. Im Jahr 1911 wurde eine Rednerbühne aus roten Backsteinen und Kreidefelsen vom Kliff gebaut. Die Rednerbühne stand direkt westlich des Christian-Richard-Denkmals. Hier stand sie auf einer Linie mit dem Wiedervereinigungs-Obelisken und dem Scavenius-Hügel.

Es ist interessant, kurz bei dem Zweck des Vereins zu verweilen, wo es unter anderem heißt:

Der Zweck der Gesellschaft ist es, das Vaterlandgefühl in unserem Volk zu stärken durch:

Nationale, volksbildende und kirchliche Versammlungen in Højeruplund abhalten.

Errichtung von Denkmälern für Männer und Frauen von nationaler Bedeutung sowie für historische Ereignisse.

Die Gesellschaft Højeruplund erfüllte diese ehrgeizige und schöne Satzung. In den folgenden Jahren wurden 15 Denkmäler gemäß der Satzung errichtet.

Das wollen wir uns genauer ansehen: Siehe Menü auf der rechten Seite