Gjorslev und die Familie Scavenius

Im Sitzungsprotokoll des Vorstands vom 13. Juli 1921: Der wird Mindehøj für die Familie Scavenius erwähnt und ein Platz zugewiesen. Er wurde nicht vom Verein Højeruplund als solcher errichtet, sondern von einem Kreis von Männern aus Stevns mit Billigung des Vereins..

Die Scavenius-Familie auf Gjorslev kann auf Jens Thomsen Brøndum in Skagen zurückgeführt werden. Dessen Urenkel,

Jacob Brønnum Scavenius (Gjorslevs Besitzer 1793 – 1820) wurde 1749 in Skagen geboren. Jacob Brønnun Scavenius studierte Theologie und Jura an der Universität Kopenhagen und reiste 1877 mit der Asiatischen Kompanie nach Osten. 1792 kehrte er als sehr reicher Mann zurück. Über die genauen Umstände seines Vermögens gibt es mehrere Mythen – eine besagt, dass er eine indische Prinzessin geheiratet habe, eine große Mitgift erhalten habe und sie auf der Heimreise über Bord geworfen habe.

Im Jahr 1793 erwarb er die Güter Gjorslev, Erikstrup und Søholm und heiratete im selben Jahr aus wirtschaftlich vorteilhaften Gründen in die Familie Suhr ein. Im Jahr 1798 kaufte er das Gut Klintholm auf Møen. Mit großer Geschicklichkeit betrieb er die Güter und initiierte die Aufteilung des Bauernlandes sowie die Umzäunung und Schonung der Wälder. Weiterhin entwickelte er den Kreideabbau am Stevns Klint und errichtete die Kreidefabrik bei Bøgeskoven. Laut dem Dansk Biografisk Leksikon heißt es: “Mit seiner Tätigkeit entwickelte sich der Wohlstand unter den Bauern und die Güter wurden konsolidiert.“– Ein glanzvolles Vermächtnis, aber ist das die ganze Wahrheit? Wenn wir die Archive durchgehen, stellt sich anhand von Briefen, Gerichtsakten, Lehnsverträgen, Gerichtsverfahren und nicht zuletzt Briefen des Gutsverwalters Wilhjelm an Scavenius aus den Jahren 1793 bis 1820 heraus, dass Scavenius vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zu seinem Tod im Jahr 1820 im ewigen Streit mit den Bauern über Unregelmäßigkeiten in den Erbpachturkunden lag.

Überall ging es um das wirkliche Eigentum an den Höfen und damit um Pachtgebühren an das Gut.